Casa Walter Zielke, San Felipe

Trotz langjähriger erfolgreicher Arbeit mit über 80 Jugendlichen, stellt die Casa Walter Zielke immer noch eine Innovation unter den Heimprojekten Chiles dar. Selbständigkeit, Eigenverantwortung und eine gute schulische Ausbildung sind für Gründer Mario Sottolichio Schlüssel zum Ausbruch aus dem Kreislauf der Armut und Gewalt, die er den Jugendlichen mitgeben möchte. Den Blick für die Schwächeren in der Gesellschaft, Respekt vor Mensch und Umwelt, soziales Engagement sind Werte, die auch Mauricio Jadué, der neue Leiter der Casa, Ihnen vermitteln möchte.

Selbstständigkeit und Eigenverantwortung heißt für die ca. 20 Jugendlichen ab 14 Jahren, dass sie ihr Leben in die eigene Hand nehmen und nicht einem Erzieher anvertrauen. Das fängt bei der Reinigung des Hauses, dem Wäschewaschen und der Mithilfe in der Küche an, betrifft die Freizeitgestaltung und auch ihre schulischen bzw. universitären Leistungen. Das Konzept des Heims beruht auf der Tatsache, dass die Jugendlichen, die aufgrund intrafamiliärer Gewalt, Missbrauch oder der ökonomischen Situation nicht in ihren Familien bleiben können, sich freiwillig für die Casa Walter Zielke und gegen ein anderes Heim entscheiden. Die Möglichkeit in der Casa Walter Zielke leben zu können sehen sie durchaus als Privileg an, für das sie bereit sind mit Mario individuelle Ziele abzusprechen und sich um ihr Erreichen zu bemühen.

Natürlich gibt es auch in der Casa Walter Zielke Regeln, auf deren Einhaltung Mauricio, der Nachtwächter, die Köchin und die Freiwilligen achten, aber insgesamt genießen sie deutlich mehr Freiheit und persönliche Betreuung als die Jugendlichen in den großen, oft überfüllten und gelegentlich an Kasernen erinnernden Heimen, die in Chile immer noch zur Realität gehören.

Die Erfahrung, die Mario Sottolichio Anfang der neunziger Jahre als Erzieher in solch einem Heim machte, nachdem er mit abgeschlossenem Pädagogik-Studium aus seinem deutschen Exil zurückkehrte, veranlassten ihn ein eigenes Heimprojekt ins Leben zu rufen, das mehr sein sollte als eine "Verwahrungsanstalt", die die Jugendlichen mit 18 Jahren ohne die Chance auf eine Eingliederung in die Gesellschaft verlassen müssen, da sie nie gelernt haben ihr eigenes Leben bewusst in die Hand zu nehmen.

Freiwilligenberichte
13.08.2017: Sabrina Jamshidi
Familie und Zusammenhalt
02.07.2017: Luisa Purfuerst
3. Rundbrief
02.07.2017: Isabell Ressel
3. Rundbrief
30.04.2017: Olivia Delahaye
3. Rundbrief
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Aktuelles
19.11.2017: Aktuelles
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