Die Arbeit der Freiwilligen

Die derzeit sechs Freiwilligen arbeiten in einer ganzen Reihe von unterschiedlicher Projekte in San Felipe im Valle de Aconcagua und konzentrieren sich dabei jeweils auf ein Hauptprojekt und arbeiten darüber hinaus in ein bis zwei weiteren Projekten mit:

Die Freiwiligen sind ein wichtiger Bestandteil des Alltags der Casa Walter Zielke in San Felipe. Sie stellen für die Jungen wichtige Ansprechpartner dar, gestalten mit Ihnen die Freizeit, helfen bei Schulaufgaben oder geben Nachhilfe, Deutsch- oder Gitarrenkurse, backen Brot und achten auf die Ordnung in Küche und Aufenthaltsräumen und müssen gelegentlich auch mal etwas reparieren. Vor allem aber konfrontieren sie die Jungen des Heims mit einer anderen, meist selbstständigeren Art ihr Leben zu gestalten als sie es gewohnt sind.

Im Jungenheim Pablo VI., ebenfalls in San Felipe, im Stadtteil Almendral unterstützen die Freiwilligen die Erzieher und Erzieherinnen des Heims bei der Betreuung der 3 bis 18 jährigen Jungen und bieten sportliche oder musikalische Aktivitäten oder auch Computerkurse an.

Das Centro Comunitario in der Villa Industrial ist eine Art Kinder-und Jugendfreizeithaus im Armenviertel von San Felipe; angeleitet von einer Sozialarbeiterin. Es bietet jeden Tag zwanzig bis dreißig Kindern und Jugendlichen aus dem Viertel nach der Schule einen Treffpunkt, wo Hausaufgaben gemacht werden und Spielangebote. Zusätzlich gibt es für die Kinder ein Stück Brot, Pizza, Pfannkuchen und einen Becher Kakao. Männliche wie weibliche Fifar-Freiwillige arbeiten hier in der Woche jeweils 4 bis 6 Stunden im Centro. Sie helfen bei den Hausaufgaben, beim Kochen und Backen und natürlich beim Spielen.

Das Mädchenheim in Los Andes, einer Nachbarstadt San Felipes, verfolgt im Grunde dasselbe Konzept wie die Casa Walter Zielke, jedoch nur für Mädchen und ist um einiges größer. Deshalb ist es in drei Häuser unterteilt. Es gibt die Casa “Belén“ für die Mädchen im Alter zwischen 5 und 10 Jahren, die Casa “Sagrada Familia“ für die 10-15 Jährigen und ein Heim für die  „erwachsenen“  oder fast erwachsenen Mädchen. In diesen drei Häusern wird deutlich, dass man versucht, die Mädchen zur Selbstständigkeit zu erziehen: Im kleinsten Haus gibt es viele Tías, es gibt strukturierte Stundenpläne und Mehrbettzimmer. Dagegen sieht die Casa für die Ältesten schon ganz anders aus. Hier gilt:“ Jeder hat sein Recht auf Privatsphäre und ist selbstverantwortlich“. Das spiegelt sich im ganzen Haus der Ältesten wider. Die jungen Frauen haben größtenteils ein eigenes Zimmer, es gibt keine Stundenpläne mit Hausaufgabenzeiten und es gibt keine Tía, die ihnen Essen zubereitet. Sie sind für ihre Freizeitgestaltung selbst verantwortlich.  Die Freiwilligen besuchen die Häuser um bei Hausaufgaben zu helfen, zu basteln, zu kochen und im Allgemeinen um Aktivitäten durchzuführen, die den Mädchen Abwechslung im Alltag bescheren.

Der Hogar de Cristo ist eine Altentagesstätte eine Art offenes Heim für ältere Leute- vorwiegend Männer, die entweder dort wohnen, über Nacht dort schlafen oder nur zum Essen vorbeikommen. Es ist kein reguläres Freiwilligenprojekt, die Arbeit dort geschieht auf völlig freiwilliger Basis und je nach Neigung einzelner Freiwilliger. Oft ist es für Freiwillige eine gute Möglichkeit die Sprachkenntnisse zu erweitern und den Alltag der Alten mit Gesprächen und Spielen wie Domino- anzureichern.

Das Colegio Santa Maria liegt im Nachbarort Santa Maria. Die Altersklassen der Schüler reichen vom Kindergarten- bzw. Vorschulalter bis zu 16/17-jährigen Schülern. Dort helfen die Freiwilligen beim Unterricht, unterstützen die Lehrer, helfen den Schülern bei Aufgaben und Arbeiten und können außerdem Referate halten über verschiedene Themen, die zwar nicht zum Lehrplan gehören, jedoch vor allem für die Schüler sehr spannend sind. Darin kann es um Deutschland und das Leben dort generell gehen, wie zum Beispiel Freizeitmöglichkeiten, beliebte Sportarten und Musikrichtungen, aber auch um Fragen wie zum Beispiel: Was bedeutet Demokratie eigentlich in Deutschland? Wenn die Schüler in der Klausurphase sind, oder ein Thema im Unterricht behandelt wird, wo die Freiwilligen nicht viel helfen können, erledigen sie andere Aufgaben, wie z.B. erstellen eines Bücherverzeichnisses für die Schulbibliothek.

Freiwilligenberichte
13.08.2017: Sabrina Jamshidi
Familie und Zusammenhalt
02.07.2017: Luisa Purfuerst
3. Rundbrief
02.07.2017: Isabell Ressel
3. Rundbrief
30.04.2017: Olivia Delahaye
3. Rundbrief
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